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Weiterbildung mit Selbsterfahrungsanteil · Online-Wochenende · September 2026

Sie halten den Raum für andere. Diese Weiterbildung hält ihn für Sie.

Fünf Werkzeuge und die künstlerische Arbeit am eigenen Bild – Selbsterfahrung, die Sie unmittelbar in Ihre professionelle Arbeit tragen. Für Coaches, Kunsttherapeut:innen, Psychotherapeut:innen und Ärzt:innen für Psychotherapie, die mit der eigenen Angst und Verunsicherung in ungewisser Zeit arbeiten wollen.

Sie scrollen morgens durch die Nachrichten. Noch bevor der erste Gedanke fertig ist, hat sich im Bauch schon etwas zusammengezogen. Eine Stunde später sitzt Ihnen eine Klientin gegenüber, die von ihrer Angst vor der Zukunft erzählt, und Sie merken, dass Ihre eigene noch im Raum steht.

Es prasselt gerade viel auf uns ein. Ungewissheit, Krisen, die Angst vor Krieg, das Klima, dazu der Druck, der auch aus der Politik kommt. Als Menschen, die andere begleiten, sind wir davon zuerst selbst betroffen, bevor wir es zum Thema machen können.

Dieses Seminar beginnt deshalb bei Ihnen selbst, und es beginnt am Bild. Nur was Sie an Ihrer eigenen Verunsicherung kennen, können Sie bei Ihren Klient:innen halten.

Was Sie danach können

Sie bemerken früher, wann Ihr eigenes Nervensystem in den Alarm kippt, und finden zurück in einen Zustand, aus dem heraus Sie noch wählen können.

Sie nutzen das künstlerische Arbeiten, um die eigene Vorhersage zu überraschen und eine festgefahrene Lage neu zu sehen.

Sie erkennen im eigenen Bild die Beziehungsmuster aus der Herkunftsfamilie, die in der Gegenwart mitlaufen.

Sie finden feinere Worte für das, was im Körper und im Bild schon da ist.

Sie halten Mehrdeutigkeit aus, lange genug, dass eine neue Bedeutung entstehen kann.

Sie nehmen diese Haltungen mit in Ihre Arbeit und geben sie an Klient:innen weiter, weil Sie sie an sich selbst erfahren haben.

Warum wir das über das künstlerische Arbeiten tun

Ihr Kopf rechnet ununterbrochen aus, was als Nächstes kommt. Am Bild lernt er, sich überraschen zu lassen.

Wenn die Hand über das Papier fährt, ist sie oft schneller als der Plan. Sie setzt eine Farbe, wo der Kopf noch überlegt, und im nächsten Moment steht dort etwas Unerwartetes. Alva Noë beschreibt Kunst als ein seltsames Werkzeug, das uns aus den eingeübten Mustern kippt. Das Nervensystem arbeitet die meiste Zeit mit Vorhersagen, es rechnet aus, was gleich kommt, und handelt danach. Das Bild durchkreuzt diese Vorhersage, und für einen Moment ist die Automatik offen.

In dieser Öffnung wird noch etwas anderes sichtbar. Was Sie im Bild spontan setzen, trägt die Handschrift früher Beziehungen. Die Prägungen aus der ersten Familie, wer damals nah sein durfte und wer auf Abstand blieb, laufen in der Gegenwart weiter mit, meist ungefragt. Am Bild treten sie hervor, wo Worte sie noch verdecken. So wird das künstlerische Arbeiten zum Ort, an dem Sie die eigenen Muster sehen, bevor Sie aus ihnen heraus reagieren.

Die fünf Werkzeuge

Im Seminar arbeiten wir mit fünf Werkzeugen. Jedes erproben Sie am eigenen Bild und am eigenen Erleben, bevor Sie es weitergeben.

01

In starker Bewegung beziehungsfähig bleiben.

Pogofähigkeit

02

Einen inneren Zustand betrachten können, bevor Sie aus ihm heraus handeln.

Mentalisieren

03

Gefühle als Körperdaten lesen, die informieren und Ihnen die Wahl lassen.

EQ

04

Feinere Worte finden für das, was im Körper schon da ist.

Emotionsgranularität

05

Mehrdeutigkeit halten, bis eine neue Bedeutung entstehen darf.

Ambiguitätstoleranz

Für wen

Das Seminar richtet sich an Coaches, Kunsttherapeut:innen, Psychotherapeut:innen und Ärzt:innen für Psychotherapie, die mit Menschen arbeiten und die spüren, dass die Lage der Zeit auch in ihnen selbst arbeitet. Die einzelnen Begriffe erschließen sich im Seminar. Was Sie mitbringen, ist die Bereitschaft, das eigene Material anzuschauen und mit einfachen künstlerischen Mitteln zu arbeiten. Hier sind Sie zuerst als Mensch im Prozess da und dann als Fachperson.

Ablauf

Das Seminar läuft live. Wir arbeiten in drei Bewegungen.

01

Ankommen und wahrnehmen

Wir beginnen mit dem, was gerade da ist, im Körper und im Raum. Sie lernen, den eigenen Zustand zu betrachten, bevor Sie aus ihm heraus handeln.

02

Am Bild arbeiten

Sie setzen das Erleben ins Bild, mit Farbe, Bewegung und Material. Am Entstehenden erproben wir die fünf Werkzeuge, und Sie sehen, welche Beziehungsmuster mitzeichnen.

03

Von der Erfahrung zur Haltung

Wir schauen gemeinsam, wie aus dem, was Sie an sich erfahren haben, eine Haltung für Ihre Arbeit mit Klient:innen wird.

Der Rahmen

Format

live online

Termin

Freitag 25. bis Sonntag 27. September 2026

Umfang

Freitag 17.00 - 20.30 / Samstag 14.00 - 19.30 / Sonntag 10.00 - 13.30 Uhr

Gruppe

begrenzt auf 15 Personen, damit für jeden Prozess genügend Zeit besteht

Material

ein Workbook zum Mitarbeiten, Ihres zum Behalten

Abschluss

Teilnahmebescheinigung

Investition

260 € Frühbucher bis 31. August, danach regulär 290 €

Hildrun Rolff

Über mich

Ich bin Hildrun Rolff, Professorin für Kunsttherapie, Kunstcoach und Künstlerin. Seit über 40 Jahren arbeite ich mit Bildern und mit dem, was Menschen darin über sich zeigen, bevor sie es in Worte fassen. Wie man in unruhiger Zeit bei sich bleibt, ist eine Frage, die mich durch diese ganze Zeit begleitet hat.

Mehr über meine Arbeit

Häufige Fragen

Beweglich zu bleiben, während vieles in Bewegung ist, lässt sich üben. Genau das üben wir hier, mit dem Pinsel in der Hand.

Das nächste Seminar findet vom 25. bis 27. September 2026 statt. Wer sich jetzt einträgt, sichert sich den Platz und den Frühbucherpreis von 260 €.

Ihre Angaben nutze ich nur, um Sie über dieses Seminar zu informieren.

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